Sunday, April 26, 2009 7:27 AM Posted by Webmaster

Dokumente beim Wechsel

Immer, wenn eine weitere Energiepreiserhöhung ins Haus steht, gehen die Diskussionen über einen Anbieterwechsel erneut los. Wenn man den Gasanbieter wechseln will, muss man sich zunächst einmal mit Hilfe eines Vergleichsrechners kundig machen, ob und wenn ja welcher Anbieter zu welchen Bedingungen denn günstiger ist. Dazu ist es hilfreich, ja notwendig, die Verbrauchszahlen des Vorjahres zur Hand zu haben und sich nochmals über die Vertragslaufzeit zu informieren.

Hat man nämlich mit dem gegenwärtigen Anbieter einen Vertrag über einen bestimmten Zeitraum zu günstigeren Tarifpreisen abgeschlossen, gelten oft Sonderkündigungsregelungen, die zwecks Wirksamkeit eingehalten werden sollten.
Hat man alle Zahlen zur Hand, braucht man nur doch die Verbrauchszahlen am besten in Kwh einzugeben und der Online-Rechner errechnet in tabellarischer Aufstellung die nächsten Möglichkeiten. Diese machen aber noch keine Aussage darüber, ob diese Angebote wirklich günstiger sind. Hier spätestens sollte man einen Taschenrechner zur Hand haben, um alle Angaben wie Prämienabzug, Tarife, Gültigkeitsdauer etc. zusammenzurechnen und nun auf der Basis der endgültigen Zahlen die bisherigen Unkosten vergleichen zu können.
Gehört man zu den Glücklichen, die wirklich nahtlos und ohne Umschweife ein wesentlich günstigeres Angebot über einen Gasanbietervergleich finden, (Voraussetzung: Standardvertrag mit einem Monat Kündigungsfrist) ist alles weitere nur noch Formsache. In die auf Mausklick angeforderten und ausgedruckten Unterlagen trägt man seinen Namen, die Lieferanschrift, die Zählernummer und die Kundennummer beim bisherigen Anbieter ein.

Auf der Basis dieser Angaben kündigt der neue Anbieter den alten Vertrag und schickt binnen 3 bis 6 Wochen den neuen zu. Man darf nicht den Fehler machen selbst zu kündigen, denn dann ist die Zuordnung des Anschlusses kaum noch möglich und alles dauert viel länger und man muss evtl. wieder neue Kosten für einen Neuanschluss zahlen. Denn es ändert sich ja technisch nichts. Der alte Anbieter liefert auch weiterhin das Gas ins Haus, dafür verrechnet sich der neue Anbieter mit dem alten in einer Gebührenrechnung intern.


Alles klingt soweit recht klar und schlüssig einfach. Doch gerade in jüngsten Studien hat sich gezeigt, dass Theorie und Praxis weit auseinanderklaffen. Das liegt neben den nicht immer reibungslos ablaufenden Übergangs- und Übergabevorgängen zwischen Alt- und Neuanbieter vor allem an dem Tarifdschungel, dem sich der Wechselwillige gegenüber sieht. Schließlich ist es unzumutbar, alle Tarife durchzurechnen und wirklich alles Kleingedruckte zu lesen, um auch noch die letzten Tücken zu umschiffen und den wirklich absolut günstigsten Tarif zu finden.